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Apothekergarten feiert 25-jähriges Bestehen

Hannover, 17. Juni 2025

Spannende Einblicke in die Heilkraft der Pflanzen

Viele Menschen vertrauen auf pflanzliche Arzneimittel, um Beschwerden zu kurieren oder ihnen vorzubeugen. Pflanzlich bedeutet nicht automatisch harmlos. Manche Heilpflanzen können starke Wirkungen oder Nebenwirkungen entfalten. Seit über 25 Jahren vermittelt der Apothekergarten im Schulbiologiezentrum Hannover wertvolles Wissen über die Wirkweise ausgewählter heimischer Arzneipflanzen, ihre richtige Anwendung und die Grenzen der Selbstbehandlung. Die engagierten Apothekerinnen und Apotheker bieten ein umfangreiches Veranstaltungsangebot für alle Interessierten.

Heilpflanzenwissen anschaulich vermittelt

Der Apothekergarten wurde anlässlich der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover gegründet und zeigt mehr als 100 Arzneipflanzen auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern. Das Besondere ist sein didaktisches Konzept. Im Zentrum des Gartens liegt ein Mosaik, das einen überlebensgroßen Menschen mit all seinen inneren Organen zeigt. Um ihn herum wachsen unterschiedliche Beete mit Pflanzen, die bei Erkrankungen der jeweiligen Organe helfen oder zur Vorbeugung eingesetzt werden können. Im Beet für den Mund- und Rachenraum gedeihen Salbei und Thymian, die Erkältungsbeschwerden lindern. Im Bereich für Magen und Darm steht Schafgarbe, die appetitanregend und verdauungsfördernd ist, sowie Fenchel, der krampflösend wirkt. Der „Mosaikmensch“ verbindet Gesundheit, Natur und Bildung und stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

Mosaikmensch im Apothekergarten

Der überlebensgroße „Mosaikmensch“ zeigt die Organe, auf die Heilpflanzen wirken.

Heimisch und nachweislich wirksam

An anderer Stelle lernen Besucherinnen und Besucher Giftpflanzen wie Eisenhut und Tollkirsche kennen. Einige Pflanzen liefern auch Hilfsstoffe für die Arzneimittelproduktion. Beispielswiese wächst im Garten ein Mandelbaum, aus dessen Früchten Mandelöl gewonnen wird, sowie die Kartoffel, die als Stärkelieferant eine wichtige Rolle bei der Tablettenproduktion spielt. Die Pflanzen wurden danach ausgewählt, ob sie im hiesigen Klima gedeihen. Alle im Garten gezeigten Heilpflanzen müssen eine wissenschaftlich anerkannte Wirkung besitzen.

Beliebtes Ausflugsziel

Der Apothekergarten ist während der Schulzeit tagsüber geöffnet und kann ohne Anmeldung kostenlos besucht werden. Thementage und Sonntagmorgenveranstaltungen ergänzen das vielfältige Angebot. Apothekerinnen und Apotheker führen dann die Besucherinnen und Besucher durch den Garten. Jedes Jahr findet der „Tag im Apothekergarten“ statt. Zudem beteiligt sich der Apothekergarten am Regionsentdeckertag oder organisiert gemeinsam mit dem Schulbiologiezentrum ein Umweltforum. Er ist ein beliebtes Ziel für Schulexkursionen und dient der pharmazeutischen Aus- und Weiterbildung in Pflanzenheilkunde. Träger des Gartens sind die Apothekerkammer Niedersachsen, der Landesapothekerverband Niedersachsen e.V. und das Schulbiologiezentrum Hannover.

Adresse:
Apothekergarten im Schulbiologiezentrum Hannover
Vinnhorster Weg 2
30419 Hannover

Der Apothekerkammer Niedersachsen gehören über 8.200 Mitglieder an. Die Apothekerin und der Apotheker sind fachlich unabhängige Heilberufler:innen. Der Gesetzgeber hat den selbstständigen Apotheker:innen die sichere und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln übertragen. Der Beruf erfordert ein vierjähriges Pharmaziestudium an einer Universität und ein praktisches Jahr. Dabei erwerben die Studierenden Kenntnisse in pharmazeutischer Chemie und Biologie, Technologie, Pharmakologie, Toxikologie und Klinischer Pharmazie. Nach dem Staatsexamen erhalten die Apotheker:innen eine Approbation. Nur mit dieser staatlichen Zulassung können sie eine öffentliche Apotheke führen. Als Spezialist:innen für Gesundheit und Prävention beraten die Apotheker:innen die zur Ausübung der Heilkunde berechtigten Personen kompetent und unabhängig über Arzneimittel und apothekenpflichtige Medizinprodukte. Apotheker:innen begleiten Patient:innen fachlich, unterstützen menschlich und helfen so, die Therapie im Alltag umzusetzen.

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